SEE Film Club in Berlin: DAS TAGEBUCH DER DIANA B. am Sa, 03.12.2022, 15h im Moviemento Kino, Ende Januar in Hamburg

Viel ist passiert hinter den Kulissen und wir machen zunächst einen Abstecher in die Hauptstadt! Zusammen mit den Kolleg*innen vom Balkanbiro zeigen wir im Dezember DAS TAGEBUCH DER DIANA B. / DNEVNIK DIANE BUDISALJEVIĆ. Und weil das Thema kein leichtes ist, haben wir uns fachkräftige Unterstützung für das Filmgespräch geholt: die Historikerin Dr. Martina Bitunjac forscht zu Frauen im Nationalsozialismus in Kroatien und kann uns Rede und Antwort stehen. Sagt gern Freunden und Bekannten Bescheid! Trotzdem braucht ihr nicht selbst in den Zug zu springen, denn natürlich holen wir den Film auch nach Hamburg (s. unten)

DAS TAGEBUCH DER DIANA B. / DNEVNIK DIANE BUDISALJEVIĆ, Dana Budisavljević, HR, RS, SI, 2019, 88min, OmDeUT

Samstag, 03.12.2022 um 15h

Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22, Berlin Kreuzberg

Der Film DAS TAGEBUCH DER DIANA B. wirft Licht auf eine stille und weitgehend in Vergessenheit geratene Heldin des Zweiten Weltkriegs: Die in Zagreb lebende Österreicherin Diana Budisavljević erfährt von der Internierung serbisch-orthodoxer Kinder in den Konzentrationslagern des faschistischen kroatischen Regimes und handelt: Mit nur wenigen Mitstreiter*innen rettet sie mehrere tausend Kinder vor dem sicheren Tod. Ihre penibel geführte Kartei wird nach Kriegsende erst konfisziert und dann absichtlich vergessen.
Fiktionalisierte Episoden aus dem Leben der Diana Budisaljević werden ergänzt durch dokumentarische Zeitzeugenberichten an Originalschauplätzen.

Dr. Martina Bitunjac ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien. Sie lehrt am Historischen Institut der Universität Potsdam und ist außerdem geschäftsführende Redakteurin der Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören der Zweite Weltkrieg und der Holocaust in Südosteuropa, jüdische Geschichte auf dem Balkan, Täter/innenforschung und Erinnerungskultur.

In Hamburg gibt es Film & Gespräch in Anlehnung an den Gedenktag der Opfer des Holocaust am So, 29.11.2023 um 11h in der Matninée im Zeisekino. Infos zu Tickets bald hier!

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Am Mi, 02.11.2022 startet Themenreihe Erinnerungskultur mit TITOS BRILLE

Nach dem spannenden Einstieg in das Thema Erinnerungskultur mit THE ECLIPSE auf dem Filmfest Hamburg (vielen Dank an die Kollegen dort und ganz besonders die Friedrich-Ebert-Stiftung für spannende Filmgespräche!) nehmen wir den Faden auf und begeben uns mit Adriana Altaras auf eine kurzweilige Reise von Berlin nach Kroatien auf den Spuren ihrer jüdischen Partisanen-Familie.

Die Tochter jüdischer Partisanen, die für Tito kämpften und die im Nachkriegsdeutschland ein neues Leben begannen, erzählt im Film zum Buch TITOS BRILLE von ihrer „strapaziösen Familie“. So ungewöhnlich Adrianas Familienleben auf den ersten Blick auch sein mag, so beispielhaft ist es für einen Großteil der Generation der Nachkriegskinder – trotz eines prallen Lebens sind die Wunden aus der Vergangenheit ihrer Eltern bis heute zu spüren und die Suche nach den eigenen Wurzeln ein steter Begleiter.

TITOS BRILLE, Regina Schilling, DE, 2014, 133min, Filmsprache Deutsch

Mi, 02.11.2022, 19:30h

Fux Lichtspiele in der Viktoria Kaserne, Zeiseweg 9, Hamburg Altona

Entritt: pay-what-you-can Spende

SEE Filmclub – Filmkultur aus Südosteuropa. Wir schauen Filme und reden drüber!

Mehr zum Film:

Webseite zum Film: https://www.x-verleih.de/filme/titos-brille/

Filmkritik bei epd: https://www.epd-film.de/filmkritiken/titos-brille

SEE Filme auf dem Filmfest Hamburg 29.09.-08.10.2022!

Der Herbst ist da und damit auch das Filmfest Hamburg! Nachdem die lieben Kollegen und letztes jahr QUO VADIS, AIDA bescherten, gibt es diese Jahr zwei kleine aber feine Filme aus unserer Lieblingsregion.

THE ECLIPSE, Nataša Urban, Norwegen, 2022, 110min, OmENGU (OF Serbisch)

Der Hautpgewinner von CPH:DOX ist eine vielschichtige Reflexion über kollektive Erinnerung und persönliche Verantwortung im ehemaligen Jugoslawien. Während die Welt am 11. August 1999 die Sonnenfinsternis als Naturereignis verfolgte, verbarrikadierten sich die Menschen in Serbien aus Angst vor dem herannahenden Schatten. Nataša Urban verortet dieses Ereignis in der so komplexen wie blutigen Geschichte des Landes und findet damit eine Metapher für die Psyche einer Gesellschaft, die sich ihrer Schuld nicht stellen will. In einer virtuosen Montage von analogen Filmbildern und Archivmaterial, Logbucheinträgen, Anekdoten und Geschichten wird spürbar, wie die Spuren der Vergangenheit sich gespenstisch in die Gegenwart ziehen.

01.10.2022, 16:30h, Studio Kino

03.10.2022, 20:30h, Metropolis (mit Gästen!)

R.M.N., Christian Mungiu, Rumänien, 2022, 125min, OmDEU

Jagdszenen aus Transsilvanien: Regiestar Cristian Mungiu tomografiert die Gesellschaft Rumäniens mit analytischer Präzision und ästhetischer Meisterschaft. Matthias ist gerade von seinem Knochenjob in einem deutschen Schlachthaus zurück in sein siebenbürgisches Dorf zurückgekehrt. Entfremdet von seiner Frau und seinem Sohn sehnt er sich danach, seine Liebschaft mit Csilla, der Geschäftsführerin der lokalen Brotfabrik, wieder aufzunehmen. Als in ihrem Betrieb Arbeiter aus Sri Lanka anheuern, rumort es in der konfliktgeladenen Bevölkerung. Kurz vor Weihnachten durchkreuzt die Fremdenfeindlichkeit die Nächstenliebe im christlichen Abendland.

01.10.2022, 15h, Cinemaxx 1

07.10.2022, 19h, Passage

Mi, 07.09.2022, 19:30h: Spotlight on Andrea Štaka mit DAS FRÄULEIN und HOTEL BELGRAD , Fux Lichtspiele Hamburg Altona

Ganz nach unserem diesjährigen Motto #the future is female, geht’s weiter mit starken Frauen im kommenden Filmclub mit einem Spotlight auf Andrea Štaka. Die schweizer Filmemacherin mit bosnischen Wurzeln bescherte uns bereits CURE (SEE Film Club vom 12.12.1018), nun gehen wir zurück zu ihrem Frühwerk. In DAS FRÄULEIN, ihrem ersten Langfilm von 2006, treffen drei Frauen aufeinander, trifft die Generation der GastarbeiterIn auf die entwurzelte, suchende, post-jugoslawische.

Migration ist in allen Gesellschaften Südosteuropas dringendes Thema, doch Andrea Štaka gelingt hier eine seltene Innen-Perspektive auf migrantische Erfahrung im Ausland und die Auswirkungen der politischen Entwicklungen in der alten Heimat. Ruža (Mirjana Karanović) ist 50 und Leiterin einer Kantine in Zürich, Mila (Ljubica Jović), 60, ihre Angestellte. Eines Tages erscheint Ana aus Bosnien (Marija Škaričić) und bringt den geregelten Alltag und das Leben der beiden ordentlich durcheinander. Der Film wurde unter anderem auf dem Locarno Filmfestival und Sarajevo Filmfestival ausgezeichnet.

Davor schauen wir Andrea Štakas erfolgreichen Kurzfilm HOTEL BELGRAD mit einem sehr jungen Nebojša Glogovac.

DAS FRÄULEIN, CH, DE, 2006, 81min, OmDeUT

Mi, 07.09.2022, 19:30h

Fux Lichtspiele in der Viktoria Kaserne, Zeiseweg 9, Hamburg Altona

Entritt: pay-what-you-can Spende

SEE Filmclub – Filmkultur aus Südosteuropa. Wir schauen Filme und reden drüber!

Mehr zum Film:

Filmkritik auf critic.de: https://www.critic.de/film/das-fraeulein-712/

neuers Interview mit Andrea Štaka auf Cineuropa: https://cineuropa.org/en/interview/262029/

Nächster Filmclub: Mi, 07.09.2022 @Fux Lichtspiele

Im August ist das Wetter hoffentlich zu schön, um im Kino zu sitzen – lieber planen wir an lauen Sommerabenden das Programm für Herbst und 2023!

Aber den nächsten Filmclub-Termin könnt ihr euch schon mal vormerken: Mi, 07.09.2022, wieder in den Fux Lichtspielen in Hamburg Altona!

Infos zum Programm hier in Kürze.

Du hast Ideen, möchtest mitmachen oder einfach Hallo sagen? Schreib gern an hallo(AT)seefilmclub.org!

Bis bald,
Jana

Spotlight Jasmila Žbanić: NA PUTU & BIRTHDAY am Mi, 06.07.2022, 19:30h in den Fux Lichtspielen

Wir freuen uns sehr in Hamburgs kleinstem aber feinstem Kino zu Gast sein zu dürfen: den Fux Lichtspielen in der Viktoria Kaserne in Altona! Nach ihrer militärischen Nutzung wird der imposante Gebäudekomplex nun genossenschaftlich betrieben und bietet allerlei Kunst- und Kulturschaffenden Raum, unter anderem dem Frappant e.V. oder der Kurzfilm Agentur, die sich auch für das kleine Kino verantwortlich zeichnet. Dein Eingang findet ihr an der Ecke Zeiseweg und Bodenstedtstr. (S-Bahn Holstenstr., Bus Max-Brauer-Allee Mitte, ca. 5min Fußweg), dann hoch in den 2. Stock und die erste Tür rechts – aber davor findet ihr schon eine kleine Bar aufgebaut.

Nun zum Film: Jasmila Žbanić gewann mit ihrem neuesten Film QUO VADIS, AIDA? den LUX Audience Award des Europäischen Parlaments (zu sehen dauf dem Filmfest Hamburg!) – Grund genug, einen Blick zurück auf ihre lange Karriere zu werfen!
Geboren und ausgebildet in Sarajewo, Bosnien und Herzegowina, scheut Jasmila keineswegs den Blick auf die schmerzhafte Vergangenheit ihres Landes und deren anhaltende Folgen.

Wir schauen ihren zweiten Langfilm, NA PUTU / ON THE PATH von 2010. Luna und Amar sind ein junges Paar, dem Krieg entkommen, wollen sie die Vergangenheit hinter sich lassen und das Leben und ihre Liebe genießen. Doch als Amar zunehmend Halt sucht, erst im Alkohol, dann im radikalen Islam, muss sich auch Luna ihren Dämonen stellen und ihre Zukunftspläne neu durchdenken.

Davor zeigen wir den dokumentarischen Kurzfilm BIRTHDAY von 2005 (12min)

NA PUTU / ON THE PATH, BiH, 2010, 100min, OmEngUT
Mi, 06.07.2022, 19:30h
Fux Lichtspiele in der Viktoria Kaserne, Zeiseweg 9, Hamburg Altona

SEE Filmclub – Filmkultur aus Südosteuropa. Wir schauen Filme und reden drüber!

Neue Location und neuer Termin für das Jasmila Žbanić Spotlight: Mi, 06.07.2022, 19:30h in den Fux Lichtspielen!

Liebe Freunde der gepflegten Filmkultur, hier schon ein kleiner Hinweis: Wir freuen uns unheimlich mit unserem Filmclub nächstes Mal in den Fux Lichtspielen in der Viktoria Kaserne in Hamburg Altona zu Gast zu sein! Hamburgs schnuckeligstes Kino empfängt uns am Mittwoch den 06.07.2022 zu einem Spotlight auf Jasmila Žbanić!

Also, Termin vormerken – bald hier mehr zum Programm!

Veranstaltungstipp: DRUGA STRANA SVEGA/DIE ANDERE SEITE VON ALLEM auf der Altonale am Fr., 24.06.2022, 19:30h

Es ist Sommer und das heisst: Altonale! Jedenfalls in Altona. Und wunderbarerweise kommt ein ganz wunderbarer Film im Filmprogramm: DRUGA STRANA SVEGA / DIE ANDERE SEITE VON ALLEM. Eine verschlossene Tür in einer Wohnung in Belgrad. Die Wohnung, einst von den Kommunisten enteignet und geteilt, geht nach Jahrzehnten wieder in den Besitz der Familie Turajlić über, die Tür könnte wieder geöffnet werden. Wird sie das? Filmemacherin Mila Turajlić portraitiert nebenbei ihre Mutter Srbjanka, die eine wichtige Figur im Widerstand gegen das Milošević-Regime in den 1990er Jahren war und zeichnet ein wichtiges Stück Zeitgeschichte auf.

DRUGA STRANA SVEGA / DIE ANDERE SEITE VON ALLEM Srb, F, Qa, 2017, 104min., OmU

Altonale Nachbarschaftkino

Fr., 24.07.2022, 19:30h

altoba-Nachbarschaftstreff Bahrenfelder Dreieck, Woyrschweg 21/23 (Innenhof)

Tickets vor Ort oder über die Altonale Webseite: https://www.altonale.de/veranstaltungen/nachbarschaftskino/

In Memoriam Mira Furlan

Manchmal bedarf es eines traurigen Anlasses, um sich etwas bewusst zu werden, daher starten wir unser neues Programm mit einem Nachruf. Am 20. Januar 2021 starb die Schauspielerin Mira Furlan an Komplikationen einer Infektion mit dem West Nile Virus im Alter von 65 Jahren in ihrem Haus in Los Angeles. Bekannt wurde sie für ihre Rollen in “Babylon 5” und “Lost” – Eine Meldung, die so oder ähnlich durch viele Medien ging. Aber dies ist nur der eine Teil eines bewegten Lebens.

Denn Mira Furlans Karriere als vielversprechende Schauspielerin begann in Jugoslawien und wäre zwischen Zagreb und Belgrad auch fast zu Ende gegangen. Aufgewachsen in Zagreb in einer interlektuellen Famile, studierte sie Schauspiel und wurde bald Ensemble-Mitglied am kroatischen Nationaltheater. Darüber hinaus spielte sie in Film und Fernsehen (darunter auch in Emir Kusturicas When Father was away on Business / Otac na službenom putu von 1985, der in Cannes die Palme d’Or gewann und für einen Auslands-Oscar nominiert war oder The Beauty of Vice / Lepota Poroka ) und wirkte auch in Theaterproduktionen in Belgrad. Dort traf sie auch ihren späteren Mann, den Regisseur Goran Gajić, der zwar in Zagreb geboren aber ethnischer Serbe ist.

Trailer zu The Beauty of Vice / Lepota Poroka

War eine pan-jugoslawische Zusammenarbeit besonders im Kulturbereich auch in den späten 80er Jahren noch üblich, trotz des sich verschlechternden politischen Klimas und des Aufkommens des Nationalismus, kippte mit Beginn des kroatischen Unabhängigkeitskrieges die Stimmung: Mira Furlan, die sich 1991 weigerte, ihre Arbeit an einer Theaterproduktion in Belgrad aufzugeben – das pazifistische Stück sollte beim internationalen Theaterfestival BITEF aufgeführt werden -, wurde aus dem Ensemble des Nationaltheaters gefeuert. Es folgte eine beispiellose und folgenschwere Schmierkampagne in kroatischen Medien. Besonders das Magazin Globus machte hier auch antisemtische Bemerkungen, Mira Furlans Mutter war Jüdin. Nach ihrem Tod entschuldigte sich sowohl das kroatische Nationaltheater als auch Globus für ihren Umgang mit Mira Furlan, letzteres jedoch so heuchlerisch und ohne die eigene Verantwortung anzunehmen, dass es einen Aufruhr in den sozialen Medien gab.

Als aktive Feministin und Schauspielerin, die sich der Einordnung in die zwei vorherrschenden Frauenerollen, die einfältige Heilige oder verruchte Femme fatale, entzog, war Mira Furlan ein exponiertes Ziel. Die Kampagne sollte ein Exempel statuieren und abschreckend wirken – ihr Anrufbeantworter wurde mit Morddrohungen überschwemmt, die Stadt Zagreb konfiszierte ihre Wohnung (und gab sie erst nach einem 16 Jahre dauernden Rechtsstreit 2008 zurück). Betroffen und enttäuscht, auch vom allzu lauten Schweigen fast aller ihrer Kollegen sowohl in Zagreb als auch in Belgrad, entschlossen sich Mira und ihr Mann, in die USA auszuwandern. Im Novemebr 1991 schreibt sie, noch aus Belgrad, einen Brief an ihre Mitbürger. Sie weigert sich, die Rhetorik des Krieges anzunehmen und verteidigt ihre Entscheidung, unter widrigsten Bedingungen die Auftrtitte in Belgrad und Zagreb trotz des Kriegszustandes beizubehalten (die Reise zwischen Zagreb und Belgrad, normalerweise eine 3-stündige Zugfahrt, dauerte aufgrund der unterbrochenen Verbindungen 20 Stunden und führte über Österreich und Ungarn). Sie schreibt:

“I am sorry, my system of values is different. For me there have always existed, and always will exist, only human beings, individual people, and those human beings (God, how few of them there are !) will always be excepted from generalizations of any kind, regardless of events, however catastrophic. I, unfortunately, shall never be able to “hate all Serbs,” nor even understand what that really means. I shall always, perhaps until the moment the kind threats on the phone are finally carried out, hold my hand out to an anonymous person on the “other side,” a person who is as desperate and lost as I am, who is as sad, bewildered, and frightened. ” (source)

In den USA, dem Land mit einer der einflussreichsten und größten Filmindustrien der Welt als Schauspielerin komplett neu anzufangen, ist sicher nicht leicht. Eine Ikone der Science Fiction Community zu werden, sicherlich noch schwerer. Doch trotz des Erfolgs zog es Mira Furlan zurück in die alte Heimat. Sie spielte 2008 in Goran Marković’s The Tour / Turneja und in Danis Tanović’s Circus Columbia (mit Untertiteln auf Amazon Prime, ohne auf Youtube) von 2010. In beiden Filmen geht es um das verschwindende Jugoslawien. Auch ans Theater kehrte sie zurück, so bereits 2002 in Rade Šerbedžijas Ulysses Theater auf den Brioni-Inseln und 2020 mit einem Projekt am Nationaltheater in Rijeka.

Trailer zu Circus Columbia, zu sehen auf Amazon Prime

Quellen / further reading:

UCL School of Slavonic and East European Studies – Panel “The Meaning of Mira Furlan” – watch the video of the Zoom Meeting here

Filip Stojanovski for Global Voices: “Hypocrisy vs history debate follows death of former Yugoslav actress Mira Furlan” (retrieved Feb 11 2021)

Stephanie Baric for the Lilith Blog: “The Unregretted Decisions of Actor Mira Furlan”, 2016 (retrieved Feb 14, 2021)

#the future is female – Neues vom SEE Film Club

Viel ist passiert im letzten Jahr und gemeinsames Filmekucken war leider nicht Teil davon. Da schwer absehbar ist, wann wir uns wieder persönlich treffen können, möchten wir den SEE Film Club ein wenig umstrukturieren und euch trotzdem über die besten Filme überwiegend aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo und Nord-Mazedonien) mit Seitenblicken nach Albanien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien auf dem Laufenden halten.

Mit Corona kam nach dem ersten Schock bei vielen Filmfestivals die Digitalisierung, was uns eine Vielzahl neuer Filme auf den heimischen PC spielte. Beim Schauen drängte sich eine Frage immer mehr auf: Wo sind differenzierte, komplexe Frauenfiguren? Daher wollen wir 2021 einen besonderen Schwerpunkt auf weibliche Filmemacher und starke Frauenrollen legen.

Wann immer möglich, zeigen wir euch, wo ihr Filme online mit Untertiteln schauen könnt.